ÖBM 105 Jahre / (c) Caritasverband Leipzig e. V.

Nachricht

Die Kraft der Idee

Vor 105 Jahren wurde die Leipziger Bahnhofsmission gegründet. Seitdem ist sie Anlaufpunkt für Menschen, die Hilfe suchen. Am 1. Oktober feierte die Bahnhofsmission mit vielen Gästen ihr 105-jähriges Jubiläum. mehr

Begleitung in Not

Ökumenische Bahnhofsmission Leipzig

Mitarbeiter der Bahnhofsmission begleitet eine blinde FrauÖkumenische Bahnhofsmission Leipzig - wo Menschlichkeit zum Zug kommt.

Kirche am Bahnhof

Der Begriff Bahnhofsmission definiert sich durch ihren Platz am Bahnhof, die gelebte Kirche und damit einen Ort diakonischen Handelns. Die gesellschaftlichen Veränderungen bestimmen den sozialen Brennpunkt im Bahnhof und damit auch die Arbeit der Bahnhofsmission.

Die Bahnhofsmission leistet einen Beitrag dazu, dass Menschen ihr Leben selbstbestimmen und würdevoll gestalten können. Besondere Aufmerksamkeit gilt Menschen mit Behinderungen und Menschen in Notsituationen.

Nächste Hilfe: Bahnhofsmission

Wir kümmern uns um jeden Menschen, der zu uns kommt. Wir bieten Hilfe auch ohne Anmeldung oder bestimmte Voraussetzungen an, auch an Sonn- und Feiertagen.

Wir bieten Unterstützung für Reisende mit Auskünften, Hilfe beim Verständigen, Begleitung beim Ein-, Aus- und Umsteigen, mit Ruhemöglichkeiten, durch Rollstühle, Gehilfen und Gepäckwagen.

Wir stellen Ihnen gerne Hilfe zur Verfügung in Akuten Krisen, wie zu Beispiel einen Freund verloren, keinen Schlafplatz, kein Telefon, kaputte Kleidung, Durst, Bestohlen wurden, Verletzt wurden, Krankheit oder Schwäche und bei Sprachproblemen.

Wir bieten Vermittlung und Erstberatung bei existenziellen Notlagen, wie Wohnungslosigkeit, Sucht, Verarmung, Verzweiflung und Selbstmordgefahr.

Unsere mobilen Dienste

Seit Juni 2004 beteiligen wir uns am familienfreundlichen  Projekt "Kids on Tour".

Alleinreisende Kinder im Alter von 6-14 Jahren werden freitags und sonntags  von geschulten ehrenamtlichen Mitarbeitern auf der Strecke Leipzig-Frankfurt und zurück begleitet.

Das jüngeres Angebot "Bahnhofsmission Mobil" richtet sich an Menschen, die nicht in der Lage sind, alleine eine Reise zu unternehmen,  aber grundsätzlich reisefähig sind, aber auch an Kinder, die noch nicht selbstständig eine Zugfahrt bewältigen können. Ziel des Angebotes ist die Verbesserung Ihrer Lebensqualität soweit dies möglich ist.

Unsere geschulten Ehrenamtlichen begleiten Sie vom Startbahnhof bis zum Zielbahnhof und geben Ihnen eine Orientierungshilfe. Die Strecken, auf denen wir Sie begleiten, reichen bis circa 150 Kilometer rund um Leipzig. Dies betrifft ausschließlich die Regionalverbindungen u.a. in die mitteldeutschen Städte Dresden, Chemnitz, Erfurt, Halle/s., Magdeburg und Berlin.

Sie sollten sich bis mindestens eine Woche vor Reisebeginn direkt mit dem Team der Bahnhofsmission in Verbindung setzen, um gemeinsam eine schriftliche Vereinbarung zu treffen. Diesen Service bieten wir zurzeit kostenlos an, wir danken Ihnen aber für Ihre Spende zur Unterstützung der Bahnhofsmission mobil.

Die Bahnhofsmission wird gefördert durch das Sozialamt der Stadt Leipzig.

Logo Stadt Leipzig

Mehr zum Thema

Die Geschichte der Ökumenischen Bahnhofsmission Leipzig

Seit 1894 gibt es Bahnhofsmission - gegründet in Folge wirtschaftlicher und sozialer Veränderungen in der Gesellschaft des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Sie entstanden als Orte der Hilfe und des Schutzes.

Von Anfang an wurde der Dienst haupt- und ehrenamtlich von Frauen und Männern geleistet. Von Beginn an wurde zur Unterstützung der Arbeit ein kirchliches, kommunales und internationales Netzwerk aufgebaut.

Im Nationalsozialismus und der DDR waren Bahnhofsmissionen verboten. Die Bahnhofsmission Leipzig wurde 1913 gegründet, 1956 geschlossen und 1993 wieder eröffnet. 2013 feierten wir unser 100-jähriges Jubiläum.

Die Kraft der Idee

 "105 Jahre Gründung und 25 Jahre Wiedergründung Ökumenische Bahnhofsmission Leipzig" - so stand es auf der Einladungskarte zur Jubiläumsfeier der Bahnhofsmission. Das sorgte bei Propst Giele für Irritationen, wie er selbst sagte. Aber eigentlich ist es ganz einfach: 1913 wurde die Bahnhofsmission gegründet und während des 2. Weltkrieges durch die Nationalsozialisten geschlossen. 1945 wurde sie wiedereröffnet mit der Hauptaufgabe Flüchtlinge zu betreuen. Bis 1956 war die Bahnhofsmission dann geöffnet, bevor sie aufgrund von Spionageverdacht durch die DDR-Behörden wieder geschlossen wurde. Erst nach der Wende wurde die Bahnhofmission in Leipzig wiedergegründet.

ÖBM 105 Jahre(c) Caritasverband Leipzig e. V.

"Wir feiern heute die Kraft der Idee von der Bahnhofsmission und die Menschen, die sich nicht entmutigen ließen durch die mehrfache Schließung", sagte Propst Giele im ökumenischen Gottesdienst. "Diese Idee ist so stark, das sie nicht untergeht und sich auch nicht von geänderten Fördermittelbescheiden beeinflussen lässt", so Giele.

Mit einem ökumenischen Gottesdienst am 1. Oktober feierten Propst Gregor Giele und Superintendent Martin Henker mit mehr als 50 Gästen und aktuellen sowie ehemaligen MitarbeiterInnen in der Osthalle des Hauptbahnhofs das Jubiläum der Bahnhofsmission. Der Leiter der Bahnhofsmission, Carlo Arena, war bewegt von den Dankesreden, die im Anschluss an

Carlo Arena, Leiter der BahnhofsmissionCarlo Arena, Leiter der Bahnhofsmission, bedankte sich bei allen Gästen und insbesondere bei seinen MitarbeiterInnen, ohne die die Arbeit der Bahnhofsmission nicht möglich wäre. (c) Nina Draxlbauer

den Gottesdienst folgten. Bahnhofsmanager Christian Schulz bedankte sich bei den Ehrenamtlichen der Bahnhofsmission für ihren täglichen Einsatz mit einem Scheck im Wert von 500 Euro für einen neuen Boden in den Räumen der Bahnhofsmission. Auch Bundespolizeidirektor Steffen Quaas war gekommen und dankte den MitarbeiterInnen für ihr Engagement: "Sie leisten einen Dienst für diese Menschen und auch für diese Stadt und dieses Land. Das ist gelebte Nächstenliebe." Quaas betonte, dass er sich wünschen würde, dass viele Menschen dem Beispiel der Ehrenamtlichen der Bahnhofsmission folgen würden und ehrenamtlich tätig werden. Der Polizeidirektor ließ es sich nicht nehmen, seine konkrete Hilfe anzubieten - mit einem Tag Arbeitseinsatz in der Bahnhofsmission.

Sr. Ruth LehmannSr. Ruth Lehmann arbeitete nach dem 2. Weltkrieg in der Bahnhofsmission.(c) Nina Draxlbauer

Mit Diakonissen-Schwester Ruth Lehmann hatte die Bahnhofsmission einen ganz besonderen Ehrengast zur Feier eingeladen. Schwester Ruth, die 1930 geboren wurde, hatte die Zeiten nach dem 2. Weltkrieg in der Bahnhofsmission erlebt und vor allem Flüchtlinge betreut und begleitet.

Band "The Black Holes""The Black Holes unplugged" begeisterten Gäste und Passanten, die zur Feier der Bahnhofsmission gekommen waren.(c) Caritasverband Leipzig

Heike Müller, Leiterin der Bahnhofsmission Halle, überbrachte im Namen der Geschäftsführung der Konferenz für Kirchliche Bahnhofsmission Glückwünsche. Bahnhofsmissionen seien Orte der Begegngung und des zivilgesellschaftlichen Engagements, die wir dringend benötigen würden, sagte Müller.

Trotz des Kommen und Gehens von Passanten in der Osthalle verleihte der Gottesdienst dem Hauptbahnhof eine feierliche Atmosphäre.  Nicht zuletzt auch durch die musikalische Gestaltung der Band "The Black Holes", die mit Gitarre, Kontrabass, Cajon und Gesang die Feier zu etwas Besonderem machten.

Besondere Lebenslagen

Beratung für Straffällige und deren Angehörige

Armut_09 / KNA / Oppitz

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Die Straffälligenhilfe ist ein Angebot für straffällig gewordene Menschen, für Inhaftierte und Haftentlassene. mehr

Besondere Lebenslagen

Allgemeine Soziale Beratung

Beratung eines Paares / KNA / Oppitz

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Wir sind Ansprechpartner für Menschen in verschiedenen sozialen Notlagen, für Wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen, für Schuldner, Arbeitslose, Straffällige, Haftentlassene, psychisch und physisch Behinderte, für Menschen mit geringem Einkommen sowie für Menschen, die von Diktaturfolgen betroffen sind ... mehr


Soziale Notlagen

CaritasLADEN mit Möbeldienst

Kleidung, Hausrat und Möbel aus Spenden für Menschen mit geringem Einkommen, Beschäftigungsförderung für Arbeitslose und Asylbewerber, Förderung ehrenamtlichen Engagements mehr

Projekt

Stromspar-Check Kommunal

Die Strompreise steigen seit Jahren und werden vermutlich weiter steigen. Vielen fällt es schwer, die Rechnungen der Energieversorger zu bezahlen. Die Politik versucht sich an der Strompreisbremse - wir dagegen helfen Ihnen dabei, weniger Energie zu verbrauchen. Den Verbrauch senken: das hilft der Haushaltskasse und der Umwelt! mehr


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Leipziger Oase

Mann mit Parka und Rucksack / DCV/KNA Harald Oppitz

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- Ökumenische Kontaktstube für wohnungslose Menschen - Die Leipziger Oase ist eine Tageseinrichtung für wohnungslose Menschen im Zentrum von Leipzig. mehr