Die Einrichtung befindet sich seit 2009 in Trägerschaft des Caritasverbandes und ist die einzige Kindertagesstätte in katholischer Trägerschaft in Markkleeberg und im Landkreis Leipzig.
"Das christliche Profil prägt die Arbeit in unseren Kindertagesstätten. Unsere Einrichtungen sind Bildungs- und Lebensorte für Kinder, ihre Familien und unsere Mitarbeitenden. Religionspädagogische Angebote, die Vermittlung christlicher Werte sowie die enge Zusammenarbeit mit den katholischen Gemeinden sind feste
Bestandteile unserer pädagogischen Arbeit", erklärt Jürgen Petersohn, Vorstand des Caritasverbandes Leipzig und verantwortlich für den Fachbereich Kinder-, Jugend und Familienhilfe.
Dies gelte auch für die Kita Haus Abraham, die seit vielen Jahren eng mit der katholischen Kirchengemeinde St. Peter und Paul in Markkleeberg verbunden ist. "Für die vertrauensvolle und wertvolle Zusammenarbeit mit der Gemeinde sind wir sehr dankbar", so Petersohn.
Rückläufige Kinderzahlen stellen Träger vor Herausforderungen
Der Caritasverband bedauert zugleich die derzeitige Entwicklung in der Kindertagesbetreuung. Sinkende Geburtenzahlen, Überkapazitäten, eine rückläufige Auslastung vieler Einrichtungen sowie zunehmend schwierige wirtschaftliche und strukturelle Rahmenbedingungen stellen die Träger vor große Herausforderungen.
Ausschlaggebend für die Entscheidung seien insbesondere die seit einiger Zeit rückläufigen Kinderzahlen in Markkleeberg und die daraus resultierende geringere Auslastung der Einrichtung. Dadurch werde ein wirtschaftlicher Betrieb ebenso erschwert wie ein bedarfsgerechter Personaleinsatz. Gleichzeitig sei der vom Träger zu leistende Eigenanteil in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen und werde
voraussichtlich weiter anwachsen.
Nahtloser Übergang für Kinder, Familien und Beschäftigte
Der Caritasverband setzt sich dafür ein, dass die Kindertagesstätte auch künftig am bisherigen Standort fortgeführt wird und spricht sich für eine Übernahme der Trägerschaft durch die Stadt Markkleeberg aus. Bevorzugt wird ein Betriebsübergang nach § 613a BGB, um für Kinder, Eltern und Beschäftigte einen möglichst nahtlosen Übergang sicherzustellen.
"Unser Ziel ist es, dass die Kinder ihre vertraute Umgebung behalten können und die Beschäftigten eine verlässliche Perspektive erhalten. Deshalb wünschen wir uns gemeinsam mit der Stadt Markkleeberg einen geordneten und partnerschaftlichen Übergang", betont Petersohn.
Der Caritasverband signalisiert zugleich seine Bereitschaft, auch künftig mit der Stadt Markkleeberg sowie der katholischen Kirchengemeinde zusammenzuarbeiten. Religiöse Bildung gehört gemäß dem Sächsischen Erziehungs- und Bildungsplan selbstverständlich zur Kindertagesbetreuung und bleibt auch künftig ein wichtiger Bestandteil der pädagogischen Arbeit.
Unabhängig von der Trägerschaft der Kindertagesstätte bleibt der Caritasverband Leipzig mit dem Kinder- und Jugenddorf sowie den Arbeitsmarktmentoren weiterhin in Markkleeberg vertreten. "Wir hoffen, dass auf dieser Grundlage auch künftig neue Formen der Zusammenarbeit entstehen und die gute Partnerschaft mit der Stadt und der Kirchengemeinde fortgeführt werden kann", so Jürgen Petersohn.